Aktuell 2025
Unsere Aktion "Technik des Monats" im Rahmen des Jubiläumsjahrs "30 Jahre 3A Deutschland" geht zuende.
Hier veröffentlichen wir alle Videos aus der Serie, die wir im Februar 2025 im Anschluss an den Kobayashi-Spezial-Lehrgang begonnen hatten.
An dieser Stelle möchten wir uns für euer eifriges Nachmachen und die vielen davon eingesendeten Videos bedanken.
Ebenfalls möchten wir uns bei den Akteuren bedanken, die diese Aktion erst möglich gemacht haben: alle Aikidoka, die in den Videos versucht haben, Kobayashi Sensei's Techniken so gut wie möglich nachzumachen und allen Dojoleitern, die ihre Dojo-Zeit für Aufnahmen zur Verfügung gestellt haben. Und schließlich Moni, die unsere Filmchen kritisch inspiziert und uns wertvolle Tipps zur Verbesserung gegeben hat.
Ihr findet den Film zur Technik des Monats unter folgenden Links (Beachte! Diese Links führen zu youtube):
Monat Februar 2025: https://youtu.be/W2t2MDh7Ydw
Monat März 2025: https://youtu.be/EvdxZBBH1Rg
Monat April 2025: https://youtu.be/OHxQPVqEMjs
Monat Mai 2025: https://youtu.be/X17KFbGy7DU
Monat Juni 2025: https://youtu.be/ke2Rk7ccf7A
Monat September 2025: https://youtu.be/9jGo0OA7rbs
Monat Oktober 2025: https://youtu.be/GnKXFQluATs
Monat November 2025: https://youtu.be/_VkgKoKjq0Y
Monat Dezember 2025: https://youtu.be/HJ8n9MR4clU
Monat Januar 2026: https://youtu.be/JZsYlbIJ1vg
Am Wochenende des 4. und 5. Oktober 2025 fand in Ludwigsburg anlässlich des 30-jährigen Bestehens der 3A Deutschland ein besonderer Lehrgang mit unserem Großmeister Maître André Cognard, 8. Dan, Hanshi, aus Frankreich statt. Mehr als 80 Teilnehmer aus dem In- und Ausland reisten an.
Maître Cognard, persönlicher Schüler von Kobayashi Hirokazu Sensei und Begründer der 3A Frankreich, leitete den zweitägigen Lehrgang mit großer Klarheit, Präzision und Tiefe. In intensiven Trainingseinheiten vermittelte er Techniken und Prinzipien, die vom Anfänger bis zum hohen Dan-Träger jeden Teilnehmer forderten und inspirierten. Besonders beeindruckend war, wie es ihm gelang, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und den Geist des Kobayashi Aikido lebendig zu vermitteln.
Im Anschluss an den ersten Lehrgangstag feierten wir unser 30-jähriges Jubiläum gemeinsam mit Aikidoka, langjährigen Weggefährten und Freunden aus dem In- und Ausland.
In einer Rede wertschätzte André Cognard die enge Verbundenheit der 3A zu Kobayashi Sensei und zur 3A Frankreich.
Karoline Bauer, 5. Dan, Shihandai, ließ in einer Laudatio die Anfänge der 3A Deutschland Revue passieren und präsentierte Meilensteine aus dem Werk unseres Schulleiters, Walter Oelschläger, Shihan.
Ein emotionaler Höhepunkt des Wochenendes war die Graduierung von Walter Oelschläger, Shihan, zum 8. Dan durch Maître Cognard. Diese Auszeichnung ist die höchstmögliche Anerkennung seines jahrzehntelangen Engagements und seiner Verdienste um die Verbreitung des Kobayashi Aikido in Deutschland. Weltweit tragen nur wenige Aikidoka diesen Rang – umso größer ist unser Stolz und unsere Dankbarkeit, von einem Lehrer wie ihm unterrichtet zu werden. Zur Graduierung überreichte Maître Cognard noch eine Kakejiku (Kalligraphie Schriftrolle) als Geschenk an Walter, mit der Aufschrift:
合氣道の原理 = Aikido no genri "Grundprinzip vom Aikido"
いつも真中 = itsumo manaka "immer in das Zentrum"
gestaltet von der Shodo-Meisterin Kofude Ougai Sensei.
Eine detailierte Beschreibung zum Kakejiku finden Sie hier >.
Wir danken Cognard Hanshi herzlich für seine inspirierende Leitung und seine Präsenz, ebenso allen Gästen aus Italien, Polen, Frankreich und anderen europäischen Ländern, den befreundeten Aikido-Stilrichtungen, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und dem Organisationsteam, die dieses Wochenende zu einem besonderen Ereignis gemacht haben.
Der Lehrgang und die Jubiläumsfeier waren ein voller Erfolg – und ein würdiger Meilenstein auf unserem gemeinsamen Aikido-Weg.
Wer mehr über das Kobayashi Aikido innerhalb der 3A Deutschland erfahren oder selbst trainieren möchte, findet alle Informationen hier >.
Vor drei Jahrzehnten, im Jahr 1995, wurde die 3A Deutschland als ideelle Vereinigung ins Leben gerufen, um Aikidoka zu verbinden, die sich am Stil von Kobayashi Sensei orientieren. Die Wurzeln dieses Verbandes reichen jedoch weiter zurück: Bereits 1990/1991 entschieden sich Walter Oelschläger und seine direkten Schüler bewusst für diesen differenzierten Aikido-Stil. Schon zuvor hatten sie zahlreiche Lehrgänge bei verschiedenen Aikidolehrern besucht, doch insbesondere Kobayashi Sensei hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Die ersten Schüler von Walter Oelschläger begannen damals, eigene regionale Aikido-Gruppen zu gründen, stets mit einer gemeinsamen ideellen Verbundenheit und einem klaren Ursprung in der Tradition von Kobayashi Aikido. Alle heutigen regionalen Lehrer der 3A Deutschland sind Schüler von Walter Oelschläger, der ihren Stil prägte und sie auf den Weg des Aikido führte. Der Name "3A" verweist auf die "Académie Autonome d'Aikido", die 1982 in Frankreich von André Cognard gegründet wurde und mit der eine tiefe Verbindung besteht.
Am 2. Juni 1995 wurde schließlich ein eingetragener Verein von neun direkten Schülern Walter Oelschlägers gegründet, um die Organisation und Verwaltung der 3A Deutschland zu übernehmen. Heute, im Jubiläumsjahr 2025, sind vier der ursprünglichen Gründungsmitglieder weiterhin aktiv dabei.
Erinnerungen an Kobayashi Sensei – Mehr als Technik
Kobayashi Aikido war immer besonders. (Ich kannte viele deutsche; europäische und japanische Lehrer).
Seine präzise Technik, seine Variationen, seine (minimale) Bewegung, seine aufrechte Haltung, seine Entspanntheit waren äußerst beeindruckend und äußerst unverständlich gleichermaßen.
Man spähte Ständig aufmerksam – und verfiel doch dann in alten Trott.
Bat man um persönliche Unterweisung und konzentrierte sich außerordentlich, lag man, ohne dass es wehtat, am Boden, ohne Ahnung, wie man dahin gelangte.
Es dauerte Jahre der Aufmerksamkeit, zahlreiche Lehrgänge, mit Hilfe von Fortgeschrittenen wie André Cognard, Giampietro Savegnago, u.v.a., um einen Zugang zu diesem Aikido zu finden.
Aber dann begeisterte es!
Jahre später, wenn Kobayashi Sensei auf der Matte vorbei kam, zeigte er mir oft eine ganz andere Technik, als er vorgeführt hatte.
Habe ich etwas anderes gesehen? Es dauerte, bis ich auch dieses verstand.
Walter Oelschläger
Der Weg des Budo - Reflexion und Zukunft
Drei Jahrzehnte sind eine lange Zeit, in der sich vieles entwickelt hat. Zahlreiche Aikidoka haben ihren Weg des Budo begonnen, neue regionale Dojos wurden gegründet. Doch der Weg der Kampfkünste ist nicht immer geradlinig – er führt über Kreuzungen, Umwege und Hindernisse, die es zu akzeptieren und zu überwinden gilt. Dies ist nicht nur Teil des Aikido, sondern auch Teil des Lebens selbst.
In diesem Jahr wollen wir diesen Weg bewusst feiern und Kobayashi Sensei gedenken. Wir laden Euch herzlich ein, mit uns auf der Tatami zu stehen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam die Essenz des Aikido zu erleben.
Wir freuen uns auf ein bewegtes und bewegendes Jubiläumsjahr!
In Bourg-Argental (Frankreich) fand in diesem Sommer wieder ein schönes Treffen unter dem Zeichen des japanischen Budo statt.
Das traditionelle, internationale 3A-Treffen findet jedes Jahr zu dieser Zeit statt.
Über zwei Wochen wird im Hombu (zentralen) Dojo der 3A ein reiches Programm angeboten: Aikishintaiso, Iaido (Weg des Schwertziehens) und Shodo (Weg des Schreibens) in der ersten Woche, Aikido, Kyudo (Weg des Bogens) und Shodo in der zweiten Woche. Dieses Jahr neu dazu gab es auch noch eine Einführung in die japanische Sprache.
Das Aikido-Training in der zweiten Woche war wie gewöhnlich vielseitig und intensiv. Das Training am Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr) hat dieses Jahr Cognard Hanshi (8. Dan und Leiter der Schule) ganz übernommen. Das Abendtraining (17:00 – 19:00 Uhr) hat Ange Kyoshi (7. Dan) geleitet. Eine schöne Programmgestaltung, die uns die Möglichkeit gab, das herausfordernde Programm des Vormittags teilweise am Abend nochmal zu studieren.
Eine schöne Shinto-Zeremonie fand auch dieses Jahr am letzten Tag statt und gab uns nochmals die Gelegenheit, ein Stück japanische Kultur hautnah zu erleben. Anlass dieser Zeremonie war die Einweihung des neuen Dojo, das hinter dem Hauptdojo gebaut wurde. Das Joannes Antoine Blachon Dojo wurde nach dem vor kurzem verstorbenen Kendo-Lehrer aus Saint-Etienne benannt und wird mit seinem Holzboden dem Waffentraining gewidmet. Die Zeremonie leitete Watanabe Sensei, Shinto-Priester, Iaido-Lehrer und Vorsitzender des neuen japanischen Vereines zur Förderung der Kobayashi Ryu Aikido.
Wie jedes Jahr, hat der Sommerlehrgang Kobayashi Ryu Aikidoka aus der ganzen Welt zusammengeführt. Es waren Aikidoka aus Frankreich, Japan, Deutschland, Italien, Spanien, Polen und den USA anwesend. Eine schöne und wichtige Zeit für unsere Aikido Schule.
Wer nicht dabei sein konnte, hat am 04. und 05. Oktober 2025 die Gelegenheit, in Ludwigsburg einen internationalen Lehrgang mit Maître Cognard zu erleben. Maître Cognard und Aikido-Freunde aus Europa kommen nach Deutschland, um das 30. Jubiläum der 3A-Deutschland mit uns zu feiern! Wir freuen uns alle riesig darauf!
Aikido Lehrgang in Thonon-les-Bains 2025
Vom 07.07.2025 bis 12.07.2025. Mit Monika Mager, 6. Dan, Shihan.
Wie kann man einen Lehrgang zusammenfassen, der wieder so ganz anders war, als seine Vorgänger?
Zu einem anderen Termin, als gewohnt.
Mit nur 8 Teilnehmern, davon nur 3 auf dem existenzgefährdeten "Camping Le Lac Noire".
Mit französischen Freunden aus der Gegend.
Und einem unvergesslichen Grillabend auf einem Chalet.
Zusammenfassend: einfach phantastisch!
Der Termin war nicht schlechter, als am gewohnten Termin eine Woche zuvor - leider kam die Verschiebung für Viele zu spät um umzudisponieren.
Das Wetter war weitestgehend gut - nur einzelne Regenschauer.
Die geringe Teilnehmerzahl hat es erlaubt, gezielter auf die Übungen einzugehen - ein toller Erfahrungsgewinn.
Der Campingplatz war und ist einfach eine Sensation: weite Wiesen, alter Baumbestand, einfache, aber saubere Anlagen, preisgünstig. Eine Schande, dass er in absehbarer Zeit enteignet werden soll und so einem Schulzentrum für die umliegenden Brennpunktquartiere zum Opfer fällt.
Unsere französischen Freunde aus der Umgebung haben allerlei ungewohnte Aspekte eingebracht - auf der Matte und auch danach, die uns trotz Sprachbarriere rundherum bereichert haben.
In Thonon selber wird derzeit viel gebaut, was die freie Bewegung mit dem Auto etwas eingeschränkt hat. Möge das Städchen dadurch noch mehr an Charme und Schönheit gewinnen. Die Sonnenuntergänge über dem Genfer See, zu beobachten aus einem der beliebten Hafenrestaurants, waren wieder legendär.
Was wird sein, wenn wir die traditionsreiche Halle nicht mehr bekommen können?
Was wird sein, wenn der Campingplatz den Betonklötzen der Schule weichen musste?
Was wird sein, wenn die interessierten Aikidoka wegbleiben?
Was wird sein, wenn kein Lehrer mehr vor Ort ist, der Kobayashi Sensei noch persönlich gekannt hatte?
Ich möchte mir das nicht vorstellen müssen - und hege die Hoffnung, dass es auch nächstes Jahr nochmal heißt "Aikido Wochenlehrgang in Thonon-les-Bains 2026".
Was haben die Aikidoka der 3A mit der brasilianischen Fußballnationalmannschaft gemeinsam?
Klingt erstmal weit hergeholt – Aikido und brasilianischer Fußball? Doch wenn man genauer hinschaut, wird klar: Es gibt eine Verbindung. Und die führt direkt auf 1.415 Meter Höhe, mitten in den Schwarzwald – zum Leistungszentrum auf dem Herzogenhorn.
Seit rund 20 Jahren trifft sich dort im Frühjahr regelmäßig eine besondere Gemeinschaft: die Aikidoka der 3A. Ein mehrtägiger Lehrgang, eingebettet in eine beeindruckende Landschaft, mit intensiven Trainingseinheiten, Austausch und gemeinschaftlichem Erleben. Was wenige wissen: Genau hier, auf demselben Sportplatz, hat sich 1974 die brasilianische Fußballnationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Deutschland vorbereitet.
Fußballzauber trifft Kampfkunst
Damals wurde der Platz eigens für die Seleção fit gemacht – im Gebirge keine leichte Aufgabe. Und das Ergebnis? Ein Fußballfeld in Top-Zustand, das auch 50 Jahre später noch überzeugt. Für unsere Aikido-Stab- und Schwertübungen war es der perfekte Ort: flach, ruhig, mit weitem Blick über die Hügel des Südschwarzwalds. Ein Ort, der inspiriert.
So wie einst Pelé und seine Kollegen über diesen Rasen liefen, bewegten sich nun Aikidoka mit dem Jo und Bokken – achtsam, konzentriert, verbunden mit dem Ort und dem Moment.
Training, Austausch und Gemeinschaft
Der diesjährige Lehrgang war intensiv: Zwei bis drei Trainingseinheiten täglich – mal auf der Tatami in der Halle, mal draußen unter freiem Himmel. Besonders erfreulich: Die Trainingszeiten wurden mit anderen Gruppen – darunter Judoka, Ringer und eine weitere Aikido-Stilrichtung aus dem Raum Stuttgart – reibungslos abgestimmt. Es herrschte ein Geist von gegenseitigem Respekt und unkomplizierter Kooperation.
Dieser Austausch ging sogar über die Hallenpläne hinaus: Einige Aikidoka der beiden Gruppen besuchten gegenseitig das Training. Ein offener Blick über den eigenen Stilrand hinaus – ganz im Sinne der Aikido-Idee des harmonischen Miteinanders.
Dank an unsere Lehrer
Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Lehrer:
• Walter Oelschläger, 7. Dan Shihan
• Monika Mager, 6. Dan Shihan
• Birgit Lechler, 4. Dan Shidoin
Sie alle haben mit abwechslungsreichen Einheiten und tiefem Verständnis für Aikido diesen Lehrgang bereichert. Ihr Engagement ermöglicht es, dass sich neue Impulse mit altbewährter Technik verbinden – auf dem Weg des Aiki.
Mehr als nur Aikido
Natürlich war nicht alles Training: Der Schwarzwald lockte mit seinen Seen, seinen Wanderwegen – und seinem Gipfel. Der eine oder andere Aufstieg zum Herzogenhorn war obligatorisch – einmal sogar frühmorgens um 5:30 Uhr zum Sonnenaufgang. Solche Momente bleiben.
Dank der Vollpension im Sportwohnheim konnten sich alle ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Aikido, Natur, Gemeinschaft – und ja, auch auf das ein oder andere gesellige Getränk am Abend.
Fazit:
Die Verbindung zur brasilianischen Nationalmannschaft ist kein PR-Gag, sondern ein schönes Symbol: Sportler aus völlig unterschiedlichen Welten, die denselben Ort nutzen, um sich vorzubereiten – auf ihre eigene Weise, mit ihrem eigenen Ziel. Disziplin, Leidenschaft und der Wille zur Entwicklung sind universell.
Wir kommen wieder.
Am Samstag, den 17. Mai 2025, fand in der Halle des ASV Daxlanden ein intensiver Vereinslehrgang der Aikido-Gruppe Karlsruhe unter dem Motto „Einen Schritt näher an der Realität Aikido üben“ statt. Eingeladen waren fortgeschrittene Übende aus den Dojos in Pforzheim, Kehl, Straßburg und Darmstadt – insgesamt 13 Aikidoka mit Erfahrungsständen zwischen zwei Monaten und über 25 Jahren. Der Lehrgang wurde gemeinschaftlich von Manuel S. (Dojoleiter in Karlsruhe - 3. Dan) und Christian O. (Dojoleiter in Kehl - 2. Dan) ausgestaltet.
Bewegung im Raum, Timing und Präsenz
Die erste Einheit leitete Manuel mit einem Fokus auf dynamisches Arbeiten gegen Schlagangriffe – unter dem Aspekt taktischer Raumpositionierung und Bewegung. Im Zentrum stand nicht die technische Ausführung der Form, sondern das situative Ausweichen im korrekten Moment und konsequenter Weiterführung der Bewegung bei gleichzeitiger Gelassenheit und innerer Ruhe.
Nach einer gemeinsamen Pause im Freien übernahm Christian O. die zweite Einheit. Er setzte den Akzent auf weniger stilisierte Angriffe, darunter auch Fußtritte. Ziel war es, die eigene Bewegung aus der Komfortzone der klassischen Angriffsmuster zu lösen und frei werdende Möglichkeiten zu erkennen, wenn man sich nur rechtzeitig in Bewegung versetzt. Bei korrekter Annahme konnte die Weiterführung in unterschiedliche Techniken geübt werden. Besonders für die erfahreneren Teilnehmenden ergaben sich hier wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung jenseits eingeübter Sequenzen.
In der dritten Einheit führte Christian eine Jo-Abfolge gegen zwei Angreifer ein. Trotz langer Abfolge, konnten viele Teilnehmer den Ablauf bereits nach kurzer Zeit fließend üben. Manuel griff eine Teilsequenz zum Abschluss erneut auf und erweiterte die Anwendung auf die Übung mit dem Bokken. Als Abschluss wurde die Übersetzung des Ablaufes in eine Zweischwert-Technik gegen die zwei Angreifer als Ausblick und Inspiration zum immer-weiter-Forschen aufgezeigt.
Zum Ausklang des Tages ging es in gemütlicher Runde ins Vereinslokal. Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen wurden Anekdoten aus vergangenen Jahrzehnten geteilt – über besondere Lehrgänge, prägende Lehrer und lustige Momente auf und neben der Matte.
Ein gelungener Lehrgang, der uns nicht nur technisch forderte, sondern auch erinnerte jenseits starrer Formen zu üben.
Lehrgangseinnahmen gingen als Spende
an den 3A Aikido e.V.
Um die Aktionen im Jubiläumsjahr 30 Jahre 3A Deutschland zu unterstützen, haben wir uns dazu entschieden die Einnahmen aus dem Vereinslehrgang an den 3A e.V. weitergegeben. Wir wissen, dass diese im Sinne und zur Förderung unseres Aikido dort gute Verwendung finden werden.
Am zweiten von vier Wochenenden unserer diesjährigen 3A-Formation war der Aikido-Verein in Marbach Gastgeber eines besonderen Abschnitts dieser anspruchsvollen Lehrgangsreihe. Die Formation ist ein zentrales Angebot und richtet sich an motivierte Aikidoka, die ihr technisches, methodisches und persönliches Niveau weiterentwickeln möchten – ebenso wie an Dojoleiter:innen, die Aikido auf hohem Niveau vermitteln wollen.
Die Idee der Formation
Die Formation bietet eine strukturierte Möglichkeit, Aikido tiefgründig zu erleben – weit über den Rahmen üblicher Lehrgänge hinaus. Ziel ist es, den Teilnehmenden eine breite Ausbildung mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen zu ermöglichen:
• Präzision in Haltung, Timing und Raumgefühl
• Verständnis der Grundlagen und Besonderheiten
des Kobayashi-Aikido
• Didaktik und methodische Vermittlungskompetenz
• Persönliche Entwicklung – technisch wie mental
Die Reihe ist bewusst auf ein ganzes Jahr ausgelegt, um Kontinuität im Lernen zu schaffen und eine vertrauensvolle, offene Lernatmosphäre unter Gleichgesinnten zu ermöglichen.
Ein Wochenende mit besonderem Charakter
Der Ausrichter in Marbach hat sich nicht nur den formalen Anforderungen der Organisation gestellt, sondern das Wochenende mit großem persönlichen Engagement gestaltet. Die Trainingsstätte wurde auf über 140 m² Tatami vorbereitet, sodass allen Teilnehmenden optimale Bedingungen geboten werden konnten.
Ergänzt wurde das Training durch eine gemeinsame Übernachtungsmöglichkeit in der Halle, die von vielen – nicht nur von weit angereisten – gerne genutzt wurde. Das anschließende Frühstück in der Gruppe am Sonntagmorgen rundete das Erlebnis ab und trug maßgeblich zur besonderen Atmosphäre bei, die diese Wochenenden auszeichnet.
Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Abend in der Halle am Samstag, der bewusst als Alternative zum üblichen Restaurantbesuch gewählt wurde. Im Jubiläumsjahr der 3A Deutschland entstand so ein Abend mit selbstgemachten Speisen, mitgebrachten Klassikern aus vergangenen Jahren und musikalischem Beitrag – ein Abend, der Gemeinschaft erlebbar machte.
Geöffneter Samstag – Einblick in die Formation
Wie in jedem Jahr wurde ein Tag der Formation für interessierte Aikidoka geöffnet. Dieser "offene Samstag" gibt fortgeschrittenen Übenden die Gelegenheit, in die besondere Atmosphäre und Intensität der Formation hineinzuschnuppern – ohne sich gleich für ein ganzes Jahr zu verpflichten. Auch in Marbach wurde dieses Angebot gut angenommen und bestätigte den Wert dieser Öffnung für potenzielle neue Teilnehmer:innen.
Trainingsinhalte – Aikido mit Tiefe und Struktur
Die Lehrgangseinheiten wurden wie gewohnt von einem erfahrenen und eingespielten Lehrerteam gestaltet:
• Walter Oelschläger, 7. Dan, Shihan
• Karoline Bauer, 5. Dan, Shihan Dai
• Udo Wiechert, 5. Dan, Shihan Dai
Der Aufbau der Einheiten folgte einer durchdachten Progression über die drei Bereiche Aikitai (waffenloses Aikido), Jo (Stab) und Bokken (Schwert) hinweg. Ein besonderer methodischer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit zwei Angreifern – eine Herausforderung, die sowohl strategisches Denken als auch eine präzise technische Grundlage erfordert. Auch weniger erfahrene Teilnehmer:innen erhielten hierbei die Möglichkeit, erste praktische Ansätze zu entwickeln.
Warum sich die Formation lohnt
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen erneut den besonderen Wert dieses Formats: Die Kombination aus kontinuierlicher Begleitung, hohem Niveau, persönlichem Austausch und einem klaren pädagogischen Konzept macht die Formation zu einem einzigartigen Bestandteil unseres Ausbildungsangebots.
Solche Wochenenden bieten nicht nur Raum zur technischen Weiterentwicklung, sondern auch für persönliche Reflexion und ein vertieftes Verständnis von Aikido – im Training, in der Gemeinschaft und in der eigenen Haltung.
Dank und Ausblick
Wir danken dem Team in Marbach herzlich für die hervorragende Organisation, das außergewöhnliche Engagement und die warme Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank gilt zudem der Stadt Marbach für die Bereitstellung der Halle sowie dem TV Marbach für die konstruktive Unterstützung im Hintergrund.
Die nächsten Wochenenden der Formation folgen in Kürze. Interessierte Aikidoka, die an einer zukünftigen Teilnahme interessiert sind – sei es für das kommende Jahr oder zu einem Schnuppertag – laden wir herzlich ein, sich frühzeitig bei uns zu melden. Informationen zur nächsten Formationsrunde finden sich stets aktuell auf unserer Website.
3A Deutschland – für ein Aikido mit Tiefe, Klarheit und Gemeinschaft.
Zum Jahresbeginn lud das junge Ame no Ukihashi Dojo in Straßburg zu einem Spezialtraining ein.
Drei Dojo der 3A (Karlsruhe, Kehl und Straßburg) trafen sich in der europäischen Hauptstadt für ein Training mit Gurtprüfungen.
Gastgeber war das Straßburger Ame no Ukihashi Dojo (besuchen Sie uns auch auf Instagram), vertreten durch seinen Dojo Leiter, Benjamin de la Porte, 1. Dan, und vier seiner Schüler. Das junge französische Dojo pflegt eine besondere Beziehung zu Deutschland und ist sowohl Mitglied der 3A (Frankreich) als auch Mitglied der 3A Deutschland.
Eingeladen und stark vertreten war das Nachbar-Dojo in Kehl mit seinem Dojo Leiter Christian Oberlé, 2. Dan, und fünf seiner Schüler, die begeistert über den Spezialabend den Weg über den Rhein gemacht haben.
Den Montagabend leitete Manuel Schnaible, 3. Dan, Dojo Leiter des Aikido Kenshukai Karlsruhe. Das Training ging über drei Stunden (zwei Einheiten). Manuel hat mit ein paar Grundtechniken aus dem Programm der vorgesehenen Prüfungen angefangen, führte mit Grundprinzipien des Aikido fort... und schloss das Training mit einer Doppelschwerttechnik ab! Hochachtung für Manuel, der das ganze Training in Französisch gegeben hat!
Die Prüfungen waren in zwei Teile aufgeteilt. Zuerst wurden drei Schüler des Ame no Ukihashi Dojo nach dem französischen Programm geprüft. Anschließend wurden zwei Schüler des Kehler Dojo nach dem deutschen Programm geprüft. Graduiert wurden Michael (4. Kyu) und Richard (5. Kyu) aus Kehl sowie Léo (6. Kyu und 5. Kyu), Charlotte (6. Kyu) und Gianni (6. Kyu) aus Straßburg. Wir gratulieren allen ganz herzlich!
Die Dojo Kehl und Straßburg sind relativ weit von Ludwigsburg/Bietigheim (Kern der 3A Deutschland). Diese lokalen Veranstaltungen sollen einen neuen Impuls geben. Mit der Zusammentreffen von drei Dojo und fünf neu graduierten Aikidoka war dieses erste Spezialtraining in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Wir freuen uns auf das nächste Treffen!
Traditionell der erste Lehrgang in unserem Aikido-Jahr ist der Waffenlehrgang in Amorbach.
Dieses Jahr teilten sich Monika Mager, 6. Dan, Shihan und Udo Wiechert, 5. Dan, Shihan-Dai den Lehrgang in besonderer Weise: sie unterrichteten abwechselnd die Einheiten und folgten dabei einem gemeinsamen Konzept. Am Sonntag kam überraschend sogar Walter Oelschläger, 7. Dan, Shihan, dazu und unterrichtete ebenfalls.
Am Samstag waren 22 Teilnehmer, am Sonntag noch 17 Teilnehmer anwesend - davon insgesamt 9 Kyu-Grade.
Als Waffenlehrgang ausgelegt wurde ohne Matten trainiert.
Doch ausschließlich Waffen? Weit gefehlt: Udo und Moni leiteten geschickt die von Kobayashi Sensei stets betonte Vergleichbarkeit von Waffentechniken und Aikitai her. Beispielsweise wurde am Samstag Men-Ukenagashi-Gyakumen mit dem Bokken stellvertretend herangezogen, um die fortgeschrittene Ausführung von Aikitai-Techniken auf Angriff mit Shomen, weggeschlagenem Atemi und darauffolgendem Men mit der Schwerthand (Tegatana) zu üben. Immer wieder wurden mit den Waffen Jo und Bokken ausgesuchte Techniken trainiert um auch Prinzipien, wie beispielsweise die richtige Abfolge von Annahme-Führung-Technik zu verdeutlichen.
Immer wieder wurde betont: wir schlagen nicht gegen die Waffe des Angreifers, sondern lenken diese höchstens ab, um dann selber sein Zentrum zu kontrollieren.
Am Samstag Abend traf man sich – wie so oft – noch auf ein gemeinsames Essen in einem naheglegenen Restaurant, bei dem das Gelernte und vieles Andere noch rege diskutiert wurde.